Definition der Mechatronik

Lt. Prof. Dr.-Ing. Rolf Isermann (1938- ): „Mechatronik ist ein interdisziplinäres Gebiet, bei dem folgende Disziplinen zusammenwirken: mechanische und mit ihnen gekoppelte Systeme, elektronische Systeme, Informationstechnik. Dabei ist das mechanische System im Hinblick auf die Funktionen dominierend. Es werden synergetische Effekte angestrebt, die mehr beinhalten als die reine Addition der Disziplinen“.

 

Der Begriff „Mechatronik“ kommt aus Japan; ursprünglich wurde das Wort von der Firma Yaskawa geschützt und im Jahr 1982 für die Öffentlichkeit frei gegeben. In Europa hat insbesondere die deutsche Automobilindustrie diese Bezeichnung aufgegriffen und den Beruf Mechatroniker eingeführt. Mechatronik ist ein Kunstwort, seinerzeit entstanden aus Mechanik und Elektronik. Nach heutigem Verständnis – vor allem in Europa – beinhaltet der Begriff zusätzlich auch die Informatik. Die Besonderheit der Mechatronik liegt aber darin, dass nur bestimmte Teile aus genannten Bereichen zu einem neuen Gebiet verbunden werden.

Vereinfacht dargestellt sieht die heutige Erfolgsformel der Mechatronik so aus:
Mechatronik = MechanikM + ElektronikM + InformatikM + MechatronikAV

Dabei bedeuten MechanikM , ElektronikM und InformatikM jene Teile der Mechanik, Elektronik und Informatik, die für den bestimmten Schwerpunkt der Mechatronik benötigt werden und für die Ausübung des bestimmten Mechatroniker Berufs notwendig sind. MechatronikAV (AV = added value oder Mehrwert lt. Prof. Isermann) zeigt den neuentstandenen Mechatronik -Bereich und bedeutet die Art und Weise wie die Grundbereiche miteinander verbunden werden. Mit der Weiterentwicklung von mechatronischen Methoden wird sich in der Zukunft der Teil MechatronikAV mehr ausprägen und gegenüber anderen Ingenieurwissenschaften deutlicher Positionieren.

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